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Stuttgart-Scopions

Im Dezember 1982 gründete Harold Kienitz zusammen mit sieben weiteren Spielern die Stuttgart Scorpions. Bereits in der 2. Saison gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mitte 1985 konnte mit dem tus Stuttgart ein Hauptverein gefunden werden, der nicht vom Fußball dominiert wurde.

Noch im selben Jahr begann man mit der Jugendarbeit, dem Grundstein für spätere Erfolge. Ein Spiel gegen die französische Nationalmannschaft in Biarritz gewannen die Scorpions mit 13:12. Krönender Abschluß war der Meistertitel und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd.

Nach nur 2 Jahren Bundesligazugehörigkeit folgte 1987 der Abstieg in die 2. Liga, der die Scorpions bis zum Jahre 1991 angehören sollten.

Erstmals konnte 1995 mit dem 4. Platz in der Südliga die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreicht werden, bevor man sich dem späteren German-Bowl- und auch Euro-Bowl-Gewinner, den Düsseldorf Panthers, geschlagen geben mußte.

Im Jahre 1996 erreichten die Scorpions die Playoffs, diesmal mit dem 3. Platz. Erneut schied man gegen den späteren German-Bowl- sowie Euro-Bowl-Gewinner dieses Jahres, die Hamburg Blue Devils, aus.

Nach über 15 Jahren trat Anfang 1997 Harold Kienitz als 1. Vorsitzender der Scorpions ab. Die Nachfolge übernahm der bisherige Jugendleiter, Klaus Mecherlein. Die neue Vorstandsmannschaft sah sich vor der Saison 97 mehreren Problemen gegenüber: Zum einen wurde die langjährige Geldknappheit durch den Wegfall der zwei wichtigsten Sponsoren verschärft. Zum anderen hinterließ das Ausscheiden einiger Leistungsträger entsprechende spielerische Lücken, die trotz zahlreicher Neuzugänge nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Trotz teilweise spektakulärer Spielverläufe und dem doch erfreulich hohen spielerischen Potential des Stammteams reichte es am Ende nur für einen Sieg. Obwohl am Saisonende 7 Spieler der Scorpions in den Ligastatistiken vorne geführt wurden, mußte man in die Relegation. Der Klassenerhalt konnte mit 2 souveränen Siegen gesichert werden.



Das Jahr 2007 sollte nicht nur das 25-jährige Bestehen der Scorpions sehen, sondern auch zahlreiche sportliche Höhepunkte bieten.

Nach dem Rückgang von Andreas Wengertsmann nach Schwäbisch Hall wurde Tom Ross alleiniger Head Coach des Teams. Aus Hall wechselte dafür QB Ira Vandever nach Stuttgart, der in den Jahren zuvor für manchen Punktverlust der Scorpions gesorgt hatte.

Der richtige Kracher kam dann aber mit der Entscheidung des AFVD, den German Bowl XXIX nach Stuttgart zu vergeben. Der Ehrgeiz, vor eigenem Publikum im Endspiel zu stehen, trug das GFL-Team durch die gesamte Saison. Zwei Niederlagen gegen Marburg hätten diesen Traum beinahe verhindert, doch durch zwei Siege gegen die Hamburg Blue Devils konnte die zweite Südmeisterschaft nach 1998 und somit das Heimrecht in den Playoffs gesichert werden. Im Viertelfinale wurden erneut die Blue Devils besiegt, bevor es im Halbfinale zum unvergesslichen Sieg in letzter Sekunde gegen die Berlin Adler kam.

Das Endspiel vor über 6.000 Zuschauern im GAZi-Stadion ging dann trotz furiosen Beginns mit 6:27 gegen Rekordmeister Braunschweig Lions verloren.

Fünf Skorpione gehörten zum Kader der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Japan: DE Daniel Mirus, LB Jasson Scott, RB Patrick Geiger, DT Michael Rendsburg sowie OL Kevin Ansu Yeboah.

Auch die Scorpions Juniors legten eine Super-Saison hin und wurden ebenfalls Deutscher Vizemeister. In einem mitreißenden Spiel lagen sie gegen den Seriensieger Düsseldorf Panther zur Halbzeit sogar in Führung, mussten sich am Ende aber mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Der Lohn für diesen Erfolg war die Auszeichnung von Head Coach Matthias Mecherlein als IFAF Jugendtrainer des Jahres.

Zwei Landesmeisterschaften in den Kategorien Junior Group Stunt und Senior Group Stunt sicherten sich die Cheerleader der Scorpions bei den BaWü-Wettkämpfen. Im Senior Cheer belegte Red Poison nur knapp geschlagen den zweiten Platz, die Black Scissors schlugen sich im Junior Cheer achtbar mit einem achten Platz.

An insgesamt acht Turnieren nahm das Flag Pack teil. Die Bandbreite der Platzierungen reichte dabei von einem letzten Platz beim Big Bowl in Walldorf bis zu einem ersten Platz in Euskirchen.

Die Flag Kids erreichten nach einer guten Saison das BaWü-Endrundenturnier und belegten dort den 3. Platz.



Die Saison des GFL-Teams war von einem durchwachsenen Saison-Start gekennzeichnet. Im erstmals ausgetragenen „GFL Season Opener“ gab es gleich eine 0:20-Schlappe in Braunschweig, der sich eine völlig überflüssige Niederlage in Weinheim sowie ein Zitter-Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Plattling anschlossen. Am Ende reichte es somit für Platz 3 in der GFL Süd. Im Viertelfinale kam dann das schnelle Aus bei den Baltic Hurricanes in Kiel.

Auch die Jugend der Scorpions konnte nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen, sondern befand sich durch altersbedingte Abgänge in der Umbruch-Phase. Am Ende sprang Platz 3 in der Süd-Gruppe der GFLJ heraus. Positiv hervorzuheben ist, dass Running Back Timo Müller bei der erstmals ausgetragenen Junioren-WM in den USA für Deutschland antrat und dabei sogar einen Touchdown erzielen konnte.

Ebenfalls erfreulich war das Abschneiden der Scorpions-Cheerleader bei der Deutschen Meisterschaft, wo sie den 4. Platz erobern konnten. Manuela Scott wurde zudem in das Nationalteam für die WM in Bremen berufen.

Die Scorpions Sisters starteten in der neu gegründeten 2. Damen-Bundesliga und konnten dabei die ersten Erfolgserlebnisse verzeichnen.

Das Flag Pack nahm in diesem Jahr nur an zwei Turnieren mit mäßigem Erfolg teil.
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