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Pressemitteilung vom 14.11.2008
 

Geschafft: In drei Tagen 80 Kilometer im Rollstuhl gefahren

Radioaktion: Was würden Sie für 100.000 Euro tun? Im Rollstuhl von Stuttgart nach Heilbronn


Ganz Baden-Württemberg hat Frank Hoffmann aus Stuttgart die Daumen gedrückt. Und tatsächlich: Der 23-Jährige Kurierfahrer hat das Unglaubliche geschafft. In nicht mal drei Tagen hat er 82 Kilometer im Rollstuhl zurückgelegt. Und das, obwohl er kerngesund ist und ganz normal laufen kann. 34 Stunden war er auf dem Neckartalradweg von Stuttgart nach Heilbronn unterwegs. Seine Motivation für diese außergewöhnliche Aktion: Auf die Situation körperlich behinderter Menschen aufmerksam machen und 100.000 Euro abräumen. Diese Summe schenkt ihm der private Radiosender Hit-Radio ANTENNE 1 wenn er am Ende der Aktion "Was tun Sie für 100.000 Euro" von den Baden-Württembergern als Sieger ausgewählt wird. Gewinnt er, will er die Hälfte davon an Einrichtungen für körperlich Behinderte in Baden-Württemberg spenden.

Seit mehr als vier Wochen sucht Hit-Radio ANTENNE 1 "Baden-Württembergs beste Idee" und belohnt diese mit 100.000 Euro. Über 4.500 Vorschläge sind bisher beim Sender eingegangen. Als zweiter von insgesamt drei Kandidaten hat Frank Hoffmann diese Woche seine Idee in die Tat umgesetzt. Ab kommenden Freitag kann man im Internet auf www.MeinANTENNE1.de für ihn oder einen der anderen beiden Kandidaten abstimmen. „Ich hoffe natürlich die Baden-Württemberger belohen meinen Einsatz und stimmen für mich“, wirbt Frank für seine Rollstuhlfahrt für den guten Zweck.

Dienstagmorgen um kurz nach sechs Uhr war der junge Mann in Stuttgart-Bad Cannstatt gestartet. Mit einem herkömmlichen Rollstuhl fuhr er bei Wind und Wetter am Neckar entlang, täglich um die zehn Stunden. Die Idee kam offenbar gut an. Unzählige Baden-Württemberger kamen an die Strecke, feuerten Frank an oder versorgten ihn mit Essen und Getränken. Die Rollstuhlsportler vom Rollstuhlsportverein Heilbronn (RSV) gaben ihm Tipps und Tricks im Umgang mit dem Rollstuhl. Und auch der Rehabilitations-Sportverband der Rollstuhlfahrer im Land war begeistert. „Wir finden es toll, dass jemand auf diese Weise unsere Probleme einem großen Publikum vor Augen führt“, so Günther Lerchner, selbst Rolli-Fahrer.

Nach drei Tagen voller Anstrengungen, heftigem Muskelkater und dicken Blasen an den Händen rollte Frank am Donnerstagnachmittag auf dem Heilbronner Kiliansplatz ins Ziel. „Einfach unglaublich! Unglaublich schön, das geschafft zu haben“, freute er sich völlig erschöpft. Als ihm die Mutter eines jungen Mädchens, das im Rollstuhl sitzt, für seine Anstrengungen dankt, brechen aus Frank die Emotionen heraus. Unter Tränen sagt der 23-Jährige: „Genau für solche Leute war das alles gedacht. Es zeigt mir, dass es jede Anstrengung wert war.“

Ob Frank für seinen Einsatz am Ende mit 100.000 Euro belohnt wird, bestimmen die Baden-Württemberger. Sie entscheiden welche Idee am Ende die „Beste Idee Baden-Württembergs“ ist. Als erster Kandidat hatte Tilo Salameh (30) aus Alpirsbach im Kreis Freudenstadt vergangene Woche sein frisch renoviertes Haus von über 60 Kindern kunterbunt anmalen lassen. Die dritte Idee wird nächste Woche umgesetzt. Kommenden Dienstag will Michaela Munz (24) aus Ostelsheim im Kreis Calw mit ihrer Schwester Martina (28) in eine Telefonzelle auf dem Sindelfinger Marktplatz ziehen. Drei Tage und drei Nächte wollen die Schwestern auf engstem Raum in aller Öffentlichkeit leben und sich damit 100.000 Euro verdienen.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Sylvi Brunner
Hit-Radio ANTENNE 1 / Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 07 11 – 72 72 73 80
S.Brunner@antenne1.de
www.MeinANTENNE1.de

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