Ostermanns Kolumne vom 22.04.2010
Bei uns Männern ist es ein weit verbreitetes Phänomen: Sobald der Frühling offiziell angefangen hat, hält uns nichts mehr: Der Grill muss angeworfen werden! Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob das Wetter mitmacht oder nicht: Ich hab mit Freunden schon mit Handschuhen und Mütze angegrillt.
Aber warum fühlt sich der Mann als unangefochtener "Master of Grill", wobei die Frauen meist für Salate und Nachtisch zuständig sind? Grillen ist für viele Männer Sport. Womit auch die typische Grillmeisterkleidung erklärt wäre: Jogginganzug oder Dress des Lieblingsfußballclubs, dazu Turnschuhe oder Badelatschen. Außerdem hat das buchstäbliche "Spiel mit dem Feuer" auch so was archaisches: Seit Anbeginn der Zeit, waren die Männer, die mit ihren bloßen Händen und selbstgemachtem Feuer für das leibliche Wohl ihrer Frauen zuständig. Die allerdings haben in der heutigen Zeit beim Grillabend auch genug zu tun: Sie decken den Tisch, halten die hungrigen Kinder bei Laune und entfernen am Ende des Abends die fettigen Überreste.
Und wenn sie damit fertig sind, legt der Grillmeister den Arm um sie und sagt: "War doch auch mal schön für dich, Schatz, nicht kochen zu müssen!"
Frohes Angrillen,
Ihr Grillmaster Ostermann
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